Darum Reutin

  1. Zentraler Standort Hauptbahnhof Lindau-Reutin. Allein ein Blick auf den Stadtplan lässt erkennen, dass der Hbf Lindau-Reutin zu den Bürgern kommt – 90 Prozent wohnen und arbeiten ausserhalb der Insel – anders als vor 150 Jahren. Die Bahn hat in einem gesamtheitlichen Verkehrskonzept eine zunehmend wichtige Aufgabe zu erfüllen. Dazu gehören einfache Erreichbarkeit für die Mehrzahl der Bürger, ausreichend Parkmöglichkeiten im Bahnhofsbereich, Zusammenfassung von Nah- und Fernverkehr an einem zentralen Punkt mit vielfältigen Umsteigemöglichkeiten. In Reutin sind so große Flächen im Eigentum der Bahn, dass sich dort ein optimales Konzept umsetzen lässt.
  2. Kosten. Investitionen müssen stattfinden. Unsinnige Bauten jedoch wie neue Thierschbrücke, neuer Fussgängersteg über die Gleise zur Hinteren Insel und womöglich eine baulich riskante Radfahrerunterführung am Eisenbahndamm wären klassische Fehlinvestitionen und sind bei einem Hbf Reutin nicht erforderlich.
  3. Die Insel Lindau erstickt im Autoverkehr, besonders während der Saison. Tourismuswerbung sieht anders aus. Den Hauptbahnhof Reutin erreichen Sie dagegen viel schneller, der bahnhofsbezogene Autoverkehr von und zur Insel entfällt. Trotzdem bleibt die Insel angebunden an den Schienenverkehr mit direktem Zubringer und der S-Bahn. Mehrere Bahnunternehmen haben hieran ihr Interesse bekundet.
  4. Nur bei einem neuen Hauptbahnhof Reutin entsteht durch Abbruch des alten Reutiner Bahnhofsgebäudes am Berliner Platz genügend Raum für eine dringend notwendige Umgestaltung der Verkehrsführung, wie sie von Verkehrsplanern seit Jahren empfohlen wird.
  5. Die Bahnhofsverlagerung nach Reutin macht große Flächen auf der Insel frei an Deutschlands schönstem Uferstreifen. Davon können auch die Lindauer profitieren, so z. B. durch eine Freifläche zwischen Karlsbastion und Fuchsloch für Jahrmarkt, Kinderfest, Kultur.
  6. Unser liebgewordenes denkmalgeschütztes Bahnhofsgebäude braucht dringend eine Renovierung, welche die Bahn bei der Kombilösung mit Sicherheit nicht leisten wird. In diesem wunderschönen Gebäude könnte ein neuer Mittelpunkt der Kultur und Begegnung in Lindau entstehen.
  7. Lärmschutz Aeschach. Der Güterzugverkehr durch Aeschach wird in jedem Fall zunehmen, so dass ein Lärmschutz von den Anliegern sogar bald gefordert werden wird. Nur bei einem Hauptbahnhof Lindau-Reutin sind Lärmschutzbauten seitens der Bahn garantiert. Gelungene Beispiele für eine harmonische Bepflanzung solcher Anlagen gibt es genügend.
  8. Reutin wird schöner. Die überwiegend brachliegenden Flächen des ehemaligen Güterbahnhofs Reutin mit seinem im Nichts endenden Fussgängerüberweg werden durch den neuen Hauptbahnhof aufgewertet und bilden neben der Insel ein weiteres wichtiges Zentrum für Lindau. Kaum jemand ist bewusst, dass es gerade mal 200 Meter sind, die Reutin vom See trennen. Diese Trennung zu überwinden und Reutin besser an den See anzubinden ist eine weitere große Chance, die der neue Hauptbahnhof Lindau-Reutin bieten wird.